6. Dez 19036. Dezember 1903

du es weißt. / Ich habe mir eine Feder geholt / um besser weiter schreiben zu / können / Was? / Ich denke jetzt so viel an / eine Winternacht in Weimar. / Auf einer Brücke der Ilm / im Park standen wir zu / Dreien und das Wasser floß / so schnell und dahinter waren / die großen Bäume die ganz / mit Schnee bedeckt waren / und einer feiner grauer Dunst / war über dem allem und sie / sahen aus wie merkwürdige / beinahe wahnsinnige Ge / [Tintenfleck]bilde. Und wir drei blickten / immer hinein in diese°s° / graue Unendlichkeit von der

zu dreien: Minna Beckmann-Tube und Max Beckmann, vermutl. mit der gemeinsamen Mitstudentin Eve Sprick. Vgl. Christiane Zeiller: „Max Beckmann und Minna Beckmann-Tube. Märchenprinzessin und Seelenverwandte“. In: Felix Billeter und Maria Leitmeyer (Hg.): Künstlerpaare der Moderne. Hanns Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann im Diskurs. Berlin 2021, S. 148.

Technische Angaben: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1903, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1903/3945