Paris. 2. Januar. 1904. / Es ist zu Ende zu / Ende. Denn ich konnte / sie nicht lieben so gern / ich wollte. Adieu mein / Liebling und werde glük- / lich. / Kafé Rouge / Ach Gott wie tragisch. / Mir ist es merkwürdig / gleichgültig dieses Ende / einer sogenannten Liebe / die ein ganzes Jahr ge- / dauert hat. C’est dril / Jedenfalls werde ich dir / zu Ehren Minna Beckmann-Tube / noch einige Absinths
... zu Ende: Max Beckmann beendete die Beziehung zu Minna Beckmann-Tube. Vgl. Erinnerungen Minna Beckmann-Tube, S. 167: „In Berlin traf ich meine Schwester Annemarie, mußte mir ein Zimmer suchen und bekam nach wenigen Tagen einen Brief von Max, in dem er mir schrieb, es müßte aus sein.“ Brief nicht ermittelt.
Kafé Rouge: Vermutl. das Concert Rouge am Boulevard Saint-Michel, Ecke Rue du Gay-Lussac. Von Max Beckmanns Unterkunft an der Rue Notre Dame des Champs bis zu diesem Café war es ein etwa zehnminütiger Fußweg.
C’est dril: fr c’est drôle, es ist komisch, witzig.
Beckmann-Tube, Minna: Erinnerungen an Max Beckmann. In: Max Beckmann. Frühe Tagebücher 1903/04 und 1912/13. Hg. und kommentiert von Doris Schmidt. München/Zürich 1985, S. 167
Technische Angaben: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1904, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv