23. Jan 191323. Januar 1913
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Donnersta d 23.1.13 / Der Mensch ist und / bleibt doch ein R. Schw. / erster Klasse. In seiner / Mischung von anständigen / oder sogar edlen Gefühlen / und einem richtigen / Dreckgefühl. / Warum ist das nicht / los zu werden. / Alte Geschichte – / Wieder auf dem / Weg nach Hamburg. / Austellung bei / Cassirer gehängt / Als internationale / Berühmtheit / angekündigt / worden. Faut voir / [Zeichnung]Komisch ist das Leben. / Einmal liegt er / unten das nächste / Mal der andere / droben. Jetzt gehts / ja wieder zu den / geliebten S. Recht / gut für mich. / Mir gegenüber / sitzt ein wohl- / richender Herr / und wir gondeln / gerade durch / die Junfernheide. / Wie liebe ich / doch Berlin und / dich und den / Hermsdorfer Wald!

Zeichnung: Männliche (?) Kopfstudie.
R. Schw.: Vermutlich Riesenschwein.
auf dem Weg nach Hamburg: Max Beckmann arbeitete in Hamburg an dem Auftragsbild „Familienbild Simms“, MB-G 164, im Haus des Sammlers Henry B. Simms.
Ausstellung bei Cassirer: Max Beckmanns erste große Ausstellung mit 47 Werken bei Paul Cassirer (XV. Jahrgang 1912/13, Max Beck­mann, Walter Bondy. Kunstsalon Paul Cassirer, 26.01. - Mitte Februar 1913).
Faut voir: fr il faut voir, man muss sehen, abwarten.
den geliebten S.: Familie Simms.
Junfernheide: Jungfernheide, ein Forstgebiet im Nordosten Berlins.

Zeichnung: vorhanden
Technische Angaben: in gelbliches, festes Papier gebunden, Klammerheftung, blau linierte Seiten
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1913, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1913/104