Dienst. 19. Okt. / Besuch v. Gulitt u. Pöl. / „Trotzdem mein liebes Geld – / nun ja auch das brauche ich / aber wesentlicher ist die Stimme / °Mitt° der Überzeugung. Leider / macht dieselbe sich auch absolut / bemerkbar – durch Geld – / – Sah meine Bilder wie / ferne Götter aufstrahlen / in dunkler Nacht – Aber – / war ich das noch. Nein – / fern von mir meinem armen / ich, kreisten sie als selbständige / Wesen die höhnisch auf mich / herabsahen, „das sind <wir>“ / und Du Nexiste plus“ / O ho – Kampf der selbst- / geborenen Götter gegen / ihren Erfinder – Nun / auch das muß ich tragen – / und manchmal – nicht / immer müßt auch ihr mich / tragen – ob ihr wollt oder / nicht. – Bis jenseits der / großen Wand – dann / werde ich vieleicht ich selber / sein und „tanzen / den Tanz – der Götter / – außerhalb meines Willens / und außerhalb meiner / Vorstellung und <<doch ich>> / <<selber>>. Lütgens. Cabarett ½–2 Kafé / Abends im Caperschiff mit Q. 1. Flasche [unterer Rand, 180 Grad gedreht:] dankbar solltet ihr mir seien, daß / ich aus Eurem zügellosen Mist / einen solchen Glanz fabrizire. (O sind wir es nicht?! / . . . . . . [drei Pfeile])
Gulitt: Hildebrand Gurlitt.
Pöl: Erhard Göpel.
Nexiste plus: fr n’existe plus, existiert nicht mehr.
Lütgens: Helmuth Lütjens.
Cabarett: Tuschinski, Kinopalast mit Kabarett, von den deutschen Besatzern umbenannt in „Tivoli“. Identifizierung durch mehrere Einträge mit Nennung des „Tivoli“ in der Agenda von Mathilde Q. Beckmann.