<Freit. 20 Juli 45> / Bei Lüt. der etwas verdescht war / und über lahme Beine klagte. / – verMeer – – ha – – ha / Essigschade am Nachmitt / u. Vormitt. v d. ^ der meine / Keilrahmen abholte. – / Kino <Quappi> Krach in’s Bett
Lüt.: Helmuth Lütjens.
verMeer – – ha – – ha: Zeitungen berichteten, dass der niederländische Maler Han van Meegeren sich als Kunstfälscher bekannt hatte, unter anderem habe er das Gemälde „Christus und die Ehebrecherin“ von Jan Vermeer gefälscht. Um die Richtigkeit seiner Aussage zu überprüfen, musste van Meegeren in der Untersuchungshaft unter Zeugen einen „Vermeer“ malen. Laut Mathilde Q. Beckmann hatte Max Beckmann schon 1940 Zweifel an der Echtheit eines vermeintlichen Vermeers geäußert, vgl. Anmerkungen von Mathilde Q. Beckmann in Tagebücher 1940–1950.
Max Beckmann. Tagebücher 1940–1950. Zusammengestellt von Mathilde Q. Beckmann. Herausgegeben von Erhard Göpel. München/Zürich (durchgesehene Neuausgabe) 1987, S. 427
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1945, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv