Donnerst. 29 Nov. 45 / Nur keine Angst / Rose Marie . . . / t'ja wenn man bedenkt / mit was für einem Strohhalm / man lebt so könnte / man schon . . . naja / morgen wieder Lütjens / Kein Brief aus Amerika / das gold. Etui geht / in den nächsten Tagen / zu Ende. Von Perser / noch keine Nachricht / Deutschland im Sterben / et moi – Selbstportrait / ~1945~ / beendet und kleinen / Clown. In der Nacht / gefitzt gut und / ohne Weh.
Nur keine Angst Rose Marie: Anspielung auf die Refrainzeile des Schlagers „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“: „Keine Angst, Keine Angst, Rosmarie!“ Gesungen von Heinz Rühmann, Josef Sieber und Hans Brausewetter in der Filmkomödie „Paradies der Junggesellen“, 1939. Musik: Michael Jary, Text: Bruno Balz.
Lütjens: Helmuth Lütjens.
Kein Brief aus Amerika: Max Beckmann hatte Zeichnungen an die Buchholz Gallery Curt Valentin in New York geschickt, vgl. Einträge vom 12.10.1945, 10.11.1945, 12.11.1945, 14.11.1945, 26.11.1945, 04.12.1945 und 06.12.1945.
Perser: Es geht vermutl. um den Verkauf eines Teppichs. Drei Tage später begann Max Beckmann, an dem Gemälde „Bildnis eines Teppichhändlers“, MB-G 714, zu arbeiten, vgl. Eintrag vom 02.12.1945.
et moi: fr und ich.
Selbstportrait 1945: „Selbstbildnis in Olive und Braun“, MB-G 705.
kleinen Clown: „Clown, rosaviolett“, MB-G 711.
gefitzt: nl gefietst, Fahrrad gefahren.
Weh: Vermutl. Herzbeschwerden. Max Beckmann litt unter Angina Pectoris.