Mont. 15. April 46 / Waren im Joosballet unter erschwerenden / Platz u. Publikumsumständen. Toten- / tanz nicht schlecht – sonst schon wieder / auf Tagesconjunktur – aber immerhin / zu begrüßen. Hinterher Q. noch / zu Hansje ich wartend im Savoy / schließlich kamen beide doch noch / an nachdem ich bereits ungeduldig / und ich konnte d. kleinen Wanze / einige Rippenstöße versetzen – / so ganz zufällig. / Fand nach dem Ballet meine / „Blindekuh“ wieder besonders / gut und bin nun gespannt, ob / ich sie gegen d. Schweiz verteidigen / werde. – Bei Bersma Zigaretten / u. Café abgeliefert und den / ganzen Tag auch Abends nach Hause / viel gefitzt. – Zum Schluß / noch ein Wettrennen zwischen / Butschy und mir. – Ansonsten / in Erwartung d. Weltruhms der / Gott sei Dank) = nicht kommt.
Joosballet: Das Ballett „Der grüne Tisch“ von Kurt Jooss wurde unter seiner Leitung in der Stadsschouwburg aufgeführt, vgl. Het Parool.
Q.: Mathilde Q. Beckmann.
Hansje: Hans Jaffé.
Savoy: Savoy, Café-Restaurant.
kleinen Wanze: Hans Jaffé.
„Blindekuh“: „Blindekuh“, MB-G 704.
ob ich sie gegen d. Schweiz verteidigen werde: Das Triptychon „Blindekuh“, MB-G 704, war neben anderen Gemälden für eine Ausstellung im Kunsthaus Zürich vorgesehen, vgl. Einträge vom 10.04.1946, 11.04.1946, 12.04.1946, 13.04.1946, 15.04.1946 und 16.04.1946. Die Ausstellung fand nicht statt.