28. Aug 194728. August 1947

– <Donnert. 28. August> 47– / <Letzter Tag in> / <Amsterdam> / Ziemlich trübseelige u. belanglose / Abschiedsfeiern m. v. d. ^ ([Bildzeichen: Fiedel]) rief / auch noch an. Mit Lütjens der / einen Zahn verlor u. später noch / Swarzensky der plötzlich wieder aus / Brüssel auftauchte. Dem letzten / Glase Sekt bin ich nicht entgangen / und endliches Pakend im / Atelier auch nicht. Nun / herrscht Stille. – des Todes / des Untergangs u. d. Verwüstung? / Qui en sabe. viel / Hoffe ich nicht mehr (in meinem / Alter. (Lütjens))

Letzter Tag in Amsterdam: Letzter Tag vor der Reise in die USA nach St. Louis. Da Max Beckmann einen befristeten Lehrauftrag an der dortigen Washington University School of Fine Arts antreten sollte, wurde die Wohnung in Amsterdam zunächst nicht aufgegeben. Im Juni 1948 kehrte das Ehepaar nach Amsterdam zurück.
v. d. ^: Friedrich Vordemberge-Gildewart.
[Bildzeichen: Fiedel]: Herbert Fiedler.
Lütjens: Helmuth Lütjens.
Swarzensky: Hanns Swarzenski.
Atelier: Max Beckmanns Atelier befand sich ebenso wie die Wohnung von Mathilde Q. und Max Beckmann am Rokin 85.
Qui en sabe: es ¿Quién sabe?, Wer weiß? Laut Mathilde Q. Beckmann hat Max Beckmann die Redewendung von Francisco de Goya übernommen, vgl. Anmerkungen von Mathilde Q. Beckmann in Tagebücher 1940–1950.

Max Beckmann. Tagebücher 1940–1950. Zusammengestellt von Mathilde Q. Beckmann. Herausgegeben von Erhard Göpel. München/Zürich (durchgesehene Neuausgabe) 1987, S. 426

Zeichnung: vorhanden
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1947, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1947/1892