Sonab. 7. Juni 47 / Mir träumte heute Nacht, daß / mein Körper an irgendeiner Stelle / in irgend einem Hause begraben / werden sollte in dem ich (auf / welche Weise weiß nur d. Traum) / einmal wieder verkehren sollte. / Ich bat davon Abstand zu nehmen / (warum weiß nur d. Traum) mit / der Begründung, das wäre / zu gefährlich für mich, denn / dann könnte ich mich vielleicht / <doch wieder in mich verlieben> und – / (ich sah dabei eine Hand <von mir> / vor mir, die ich sehr schön fand) / das <wollte> ich nicht. Das wäre / zu gefährlich für mich. – / Sonst englische Stunde und Brief / an Hudson St. Louis. / Misthaufen kündigt sich an / von Ferne Ha, Ha –
englische Stunde: Max Beckmann erhielt Englischunterricht von Lore Heilbrunn.
Brief an Hudson St. Louis: Brief an Kenneth E. Hudson, Dekan der Washington University School of Fine Arts in St. Louis, vgl. Max Beckmann Briefe III.
Misthaufen kündigt sich an: Willem Sandberg. Max Beckmann gebrauchte wiederholt die Bezeichnung Misthaufen für Sandberg, vgl. Einträge vom 05.11.1946, 08.11.1946, 14.06.1947 und 16.08.1948. Sandberg kündigte seinen Besuch an, der am 17.06.1947 stattfand, vgl. Eintrag vom 17.06.1947.
Max Beckmann Briefe. Herausgegeben von Klaus Gallwitz, Uwe M. Schneede und Stephan von Wiese unter Mitarbeit von Barbara Golz. Band III: 1937–1950. Bearbeitet von Klaus Gallwitz unter Mitarbeit von Ursula Harter. München/Zürich 1996, Nr. 817
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1947, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv