29. Jan 194829. Januar 1948

St. Louis / wärmer / Ja, Ja. Perry telef. / mit Dean u. es ist alles so / ja vieleicht – wenn Herr G. / nicht will natürlich alles in / Liebenswürdigkeiten einge- / wickelt. – Na / endloses Gerede mit Q / Beschluß auf alle Fälle / nächsten Winter nach / New York zu gehen (o großer / Mut) wechselte ab mit De- / pression u. Wunsch nach / Amsterdam – – – – – [Bildzeichen: zwei Gesäße]!! / Morgens „Chikago ziemlich / fertig – Abends Kino / müde aber zum Schluß mutiges / Gerede. Will noch Sonntag ab- / warten wo d. Dean kommt [li. Rand, 90 Grad gedreht:] Einladung z. Jury in Blomington / Ha, Ha.....

Perry: Perry T. Rathbone.
Dean: Kenneth E. Hudson.
wenn Herr G. nicht will: Max Beckmann vertrat Philip Guston an der Washington University School of Fine Arts während dessen Europaaufenthalts. Von Gustons Entscheidung, an die Washington University zurückzukehren, hing Max Beckmanns Weiterbeschäftigung dort ab, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „Eben rief Perry an sprach mit Hudson der erst im April (!) sagen kann ob wir oder Guston nächstes Jahr a. d. Schule sein werden, da d. Fellowship v. Guggenheim an Guston im April entscheidet ob G. noch 1 Jahr. So sitzen wir glücklich wieder in einer ganz scheußlichen Ungewissheit – zurück nach Holland? Oder irgendwo anders in Amerika – oder wieder nach St. Louis für noch 1 Jahr [...]“. Vgl. Einträge vom 28.01.1948, 24.03.1948, 25.03.1948, 01.11.1948, 08.11.1948, 14.11.1948, 06.12.1948, 17.12.1948, 23.12.1948, 29.12.1948, 06.01.1949, 05.02.1949 und 06.02.1949.
Q: Mathilde Q. Beckmann.
[Bildzeichen: zwei Gesäße]: Vermutl. sind hier Frauen gemeint.
Chikago: „Souvenir of Chicago“, MB-G 759.
Kino: Film nicht ermittelt. Im Apollo Theater, Max Beckmanns Stammkino, liefen folgende zwei Filme: „Bachelor’s Daughters“, 1946, Regie Andrew L. Stone, und „Second Chance“, 1947, Regie James Tinling. Vgl. St. Louis Post-Dispatch.
Einladung Jury Blomington: Einladung nicht ermittelt. Max Beckmann war Mitglied der Jury für die Arbeiten der Student:innen der University of Indiana in Bloomington, vgl. Eintrag vom 30.04.1948. Eine Reise nach Bloomington trat Beckmann vom 01.04.1950 bis 04.04.1950 an, um die Familie Hope zu porträtieren. Vermittelt wurde der Kontakt durch Cola und Bernhard Heiden.

  • MB-G 759

Mathilde Q. Beckmann Agenda, 29.01.1948. Agenden 1941–1950 (1942 nur als Transkription), Privatbesitz;Kinoprogramm in: St. Louis Post-Dispatch, 28.01.1948;

Zeichnung: vorhanden
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1948, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1948/3716