St. Louis / War in the scool, aber / nicht's von Bedeutung. / Nachmitt. mit Mary / Correctur u. Whisky later / in Tropicbar. – Im ganzen / etwas entäuscht wenn Sie / auch sehr reizend gefunden / trotzdem ich die üblichen / Jugendcriminalitäten erfuhr. / Sehr intim u. doch nicht. Schlechter / Platz im Tropic in unbequemer / Ecke letzten Endes immer / leichte Quälerei – nal [?] wie will see. / – – – Nach dem Abendessen / von Hamburger u Rüsselschwein / abgeholt zur Zerbeboston in / großer Gesellschaft. – Letzten Endes / juif deuxième Classe aber / ganz nett. Ziemlich viel Whisky / den ganzen Tag
scool: Washington University School of Fine Arts, Bixby Hall.
Mary Correctur: Max Beckmann gab Mary Rapp Privatunterricht.
Whisky later Tropicbar: en später. Max Beckmann besuchte mit Mary Rapp nach dem Unterricht Garavelli's Tropical Bar. Vgl. Lynette Roth: Max Beckmann at the Saint Louis Art Museum. The Paintings. München/London/New York 2015, S. 188.
wie will see: en we will see, wir werden sehen.
Hamburger: Viktor Hamburger. Mathilde Q. Beckmann gab in ihrer Agenda abweichend an: „Abends bei Frankfurters“, dabei dürfte ihr allerdings ein Fehler unterlaufen sein, da Winifred und Alfred Frankfurter nicht in St. Louis lebten, sondern in New York.
Rüsselschwein: Horst W. Janson.
Zerbeboston: Karl Zerbe leitete von 1937 bis 1955 das Department of Painting an der School of the Museum of Fine Arts in Boston.
juif deuxième Classe: fr Jude zweiter Klasse, Kontext nicht ermittelt, vermutl. auf Karl Zerbe oder Viktor Hamburger bezogen.