20. Feb 194820. Februar 1948

St. Louis / wieder kalt / [CLEAR] / heute Abend Dinner / bei conweh [Bildzeichen: drei vertikale Wellenlinien]. Na es wird / wohl auch nicht's besonderes dabei heraus / kommen. Eins ist / sicher: „Den <Willen> zu betrügen / hat noch so den letzten Reiz“ – / er möchte einen so gern in / den Abgründ stürzen. T'ja / warum habe ich mir vorgenommen / so lange zu leben – nun / mein Gott auch nur der Wille? / °°Na°° Immerhin wird ein winziger / Teil dieses ungenügenden Weltraums / auf eine immerhin mögliche Art erledigt / [Bildzeichen: Stern] = Später nach conway: eigentlich sollte man nur / sich selbst lieben, ach ja was für ein entzückender / Kerl – – Vieleicht tun wir das auch. / Wonderfull 2, Dean 2, Perry 3; Swinegel 1 Conways 2 and / dauhter

conweh/conway: Fred Conway. Vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda, 20.02.1948: „Mittags rief Rettles an hörten sehr lang nichts von ihnen, sie holten uns abends ab zum Essen. Hudsons, Zutphens (?) Drewes Perry's u. wir.“
[Bildzeichen: drei vertikale Wellenlinien]: Bedeutung nicht ermittelt.
[Bildzeichen: Stern]: Bedeutung nicht ermittelt.
Wonderfull 2: Der Zusatz der Ziffer 2, die Angabe der Personenanzahl, deutet darauf hin, dass es sich um Gäste der Party bei Fred Conway handelt, der Name ist evtl. von Max Beckmann verfremdet. Personen nicht ermittelt.
Dean 2: Gwen und Kenneth E. Hudson.
Perry 3: Euretta und Perry T. Rathbone, vermutl. mit ihrer Tochter Belinda.
Swinegel: Werner Drewes.
Conways 2 and dauhter: en daughter, Tochter. Helen und Fred Conway mit ihrer Tochter Joan, später verh. Crancer.

Mathilde Q. Beckmann Agenda, 20.02.1948. Agenden 1941–1950 (1942 nur als Transkription), Privatbesitz;

Zeichnung: vorhanden
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1948, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://pinakothek-beckmann-tagebuecher.de/1948/3739