St. Louis / Gr. Regenspaziergang / über Delmar Clayton / Sah noch Penn u. Pallet / mit Wallykatzen. / Im Drug clayton Kaffe / im Auto frau / Rüsselschwein / Brieftasche wieder da doch / ohne 60 $. Weiter / Regen. Zu Hause / mit Bählam tönen / Regen, früh in's / Bett recht elend / erkältet
Delmar Clayton: Der Delmar Boulevard führte in westlicher Richtung nach Clayton, einer westlich von St. Louis gelegenen Gemeinde in Missouri, heute Stadtteil. Es könnten hier auch Buslinien gemeint sein.
Penn u. Pallet mit Wallykatzen: Max Beckmann besuchte die Ausstellung „Artists' Equity Show at Clayton Gallery“, die in der Galerie Pen & Palette in Clayton gezeigt wurde. Dort war u. a. Walter Barkers Gemälde „American Alley Cats“ zu sehen, vgl. Eintrag vom 22.03.1948. Gemälde nicht ermittelt, vermutl. von Barker zerstört.
Drug clayton: Drugstore in Clayton.
frau Rüsselschwein: Dora Janson.
Brieftasche ... ohne 60 $: Beckmann hatte eine Woche zuvor seine Brieftasche verloren, in der sich 60 Dollar befanden, vgl. Eintrag vom 23.03.1948.
Bählam tönen: Bählamm Töne, Gesang eines blökenden Lamms, vgl. Anmerkungen von Mathilde Q. Beckmann in Max Beckmann. Tagebücher 1940–1950: „Gesang vom Nachbarn unten“. Unter Mathilde Q. und Max Beckmann wohnte Anthropologe und Amateurmusiker Oscar Lewis. vgl. Eintrag vom 25.02.1948 und zur Identifizierung des Nachbarn vgl. Eintrag vom 03.04.1948.
Max Beckmann. Tagebücher 1940–1950. Zusammengestellt von Mathilde Q. Beckmann. Herausgegeben von Erhard Göpel. München/Zürich (durchgesehene Neuausgabe) 1987, S. 258
Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1948, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv