New Jork / [CLEAR] / Q. retour mit Butschy / u. Brille – t’ja kurz / in der Buchholz nicht sehr / zufrieden – sah alte / Zeichnungen wieder und / wundere mich, daß ich noch / lebe – – – Abends / Party bei Kunioshy / viel komisch verschollene / Menschen auch Hudson / Waker [Zeichnung: männliches Profil mit großer Nase] viel solche Profile / aber ganz nett – Kurz / – na ja – – – – Viel Geschrei / und vieleicht etwas Wolle / Sehr unruhig wegen morgen / im Brooklin
Q retour ... Brille: Mathilde Q. Beckmann kam mit dem Pekinesen Butchy vom Aufenthalt bei ihrer Schwester in Setauket auf Long Island, New York zurück und brachte Max Beckmann seine dort vergessene Brille wieder mit.
Buchholz: Besuch der Buchholz Gallery Curt Valentin, in der Max Beckmann einige seiner früheren Zeichnungen sah. Welche, ist nicht ermittelt.
Kunioshy: Einladung bei Yasuo Kuniyoshi.
Hudson Waker: Hudson D. Walker.
Geschrei ... Wolle: Von Max Beckmann häufiger genutzte Redewendung, die auf eine Volkserzählung zurückgeht, in der der Teufel vergeblich versucht, eine Sau zu scheren, vgl. Lutz Röhrich: Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Darmstadt 2001, S. 539-541. Auf Max Beckmanns Situation bezogen: Viel Gerede und Lob, jedoch und wenig oder keine Verkäufe.
im Brooklin: Max Beckmann hatte am folgenden Tag den ersten Termin mit Augustus Peck, der Max Beckmann eine Stelle als Lehrer an der Brooklyn Museum Art School angeboten hatte, vgl. Eintrag vom 23.12.1948.