21. Feb 194921. Februar 1949

Viel Geschrei u. wenig Wolle. / v.d.^ Hannover Kästnerges. / Beckmannaustellung / Lüttjens kündigt Express. / Austellung v. Misthaufen / an und ja igc.[?] Micall / u. Gatte schrieben wegen / New Orleans. Hingegen zog / verfl. Valentin 1000 $ ab vom / Conto na <trotzdem> New Orleans / Morgens etwas Teppichhändler. / Nachm. nach langweiligen Del- / banco besuch aus London / noch fast 3 Stunden Rue de l’Hambre / glaube gut – – – – Thankyou / u. Barbara gesehen in the / morning und / <zum Dean ernannt> / <in Salem-Oregon> ha ha

Viel Geschrei ... : Von Max Beckmann häufiger genutzte Redewendung, etwa: Viel Lärm um Nichts. Sie geht auf eine Volkserzählung zurück, in der der Teufel vergeblich versucht, eine Sau zu scheren, vgl. Lutz Röhrich: Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Darmstadt 2001, S. 539–541.
v.d.^: Friedrich Vordemberge-Gildewart.
Hannover Kästnerges. Beckmannaustellung: Seit 13.02.1949 fand in der Kestner-Gesellschaft Hannover die Ausstellung „Max Beckmann“ statt (Ende der Ausstellung nicht ermittelt). Vgl. Max Beckmann. Katalog zur Ausstellung. Kestner-Gesellschaft Hannover 1949.
Lüttjens ... Express. Austellung v. Misthaufen an: Helmuth Lütjens kündigte in einem nicht ermittelten Brief die von Willem Sandberg kuratierte Ausstellung „Expressionisme van Gogh tot Picasso“, Stedelijk Museum Amsterdam, 15.07. bis 15.09.1949.
Micall u. Gatte schrieben: Brief von Mikal und Robert Swan, nicht ermittelt. Vgl. Brief von Robert G. Swan an Max Beckmann vom 17.02.1949, erhalten in den Archives of American Art, Washington, D. C. Darin schlug er ein Treffen in Natchez, Mississippi, vor, wenn Max Beckmann seine Reise nach New Orleans anträte. Dieses Treffen kam nicht zustande.
Valentin: Curt Valentin.
New Orleans: Max Beckmann hielt an seiner geplanten Reise nach New Orleans ab dem 02.04.1949 fest.
Teppichhändler: „Bildnis eines Teppichhändlers“, MB-G 714.
Delbancobesuch: Gustav Delbanco besuchte Max Beckmann in seinem Atelier in Bixby Hall. Bisher ist nicht bekannt, ob Delbanco ein Werk von Max Beckmann besessen, gekauft oder verkauft hat. Vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „Nachmittag kam Herr Delbanko aus London in’s Atelier – immer Besuche in d. letzten Zeit die nichts kaufen Tiger ist sehr down u. deprimiert.“ Mit dem Londoner Kunsthändler stand Beckmann auf Vermittlung von Marie-Louise von Motesiczky bereits 1946 in Verbindung, vgl. Eintrag vom 16.02.1946.
Rue de l’Hambre: „Hotel de l’Ambre“ , MB-G 783.
Thankyou u. Barbara: Patricia Rynd Morgan und eine weitere Studentin (?) mit Vornamen Barbara, nicht ermittelt. Zur Identifizierung des Spitznamens „Thank you“ mit Patricia Rynd Morgan vgl. Eintrag vom 08.04.1948.
Dean ... Salem-Oregon: Brief vom Robert D. Gregg, Willamette University in Salem vom 17.02.1949, erhalten in den Archives of American Art, Washington, D. C. In dem Brief bot Gregg Beckmann den Posten des „Head of the Art Faculty“, an. Vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „(...) ein Angebot nach Salem Oregon für Tiger als Head of the Department (...)“. Das Angebot schlug Max Beckmann aus, auch, weil New York für ihn als Stadt attraktiver war. Brief aus Salem, Oregon, nicht ermittelt.

  • MB-G 783
  • MB-G 714

Mathilde Q. Beckmann Agenda, 21.02.1949 und 22.09.1949. Agenden 1941–1950 (1942 nur als Transkription), Privatbesitz;Max Beckmann papers, 1917–1954, Archives of American Art, Smithsonian Institution, Washington, D. C.;Washington University Telephone Directory 1948/49. Washington University Telephone Directories. Digitalisat Julian Edison Department of Special Collections. Washington University Libraries, St. Louis, S. 29

Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1949, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1949/2216