1. Feb 19491. Februar 1949

<zu Arthur:> Bezweifle daß d. Wille zur Lebensverneinung / genügt um eine Wiedergeburt zu verhindern. / Außerdem ist diese Idee ebenso unphilosophisch / und <nur> ein <Glaube> wie jeder andere / <Glaube> auch – Maßvoller Genuß vorhandener / Ergötzlichkeiten, verbunden mit dem Bewußtsein / ihrer <Unzuglänglichkeiten> dürfte der richtige / Weg sein. – Wenn Du Dich aus Zeit und / Raum ausschalten willst um ganz im „Oum“ / aufzugehen, so ist es °doch° noch sehr die Frage / ob Du nicht ~doch~ in <neuer> <Persönlichkeit> in einen andern / „Raum an sich“ gestellt wirst. 12.2.49. St. Louis

Arthur: Gedanken zu einer nicht ermittelten Lektüre von Arthur Schopenhauer, von dem Max Beckmann mehrere Werke in seiner Bibliothek besaß.

Max Beckmanns Bibliothek, Max Beckmann Archiv: Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. J.G. Cotta’sche Buchhandlung Stuttgart o. J.;Arthur Schopenhauer: Parerga und Paralipomena. Otto Hendel Halle a. d. S. 1891;Schopenhauers sämtliche Werke. 8 Bände. A. Weichert, Verlagsbuchhandlung, Berlin 1921

Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1949, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1949/2224