St. Louis / Trotzdem, manchmal sind die verachteten Portraits / doch nicht so unangenehm, / °da° als wie heute, wo Buster May / sein Portrait abnahm und / 1000 $ zu schicken versprach. / – Na also – waren noch / Penn u. Palette wegen Rahmen, wo / Quest oder so mit Weib u. die dicken / schwarzen [Zeichnung: Tasche (?) und Brille mit Augenbrauen] Begeisterungs / schreie abfolgten. / Außer ungeheuren eis kalten / Sturm sonst nicht’s von Belang / Der Lunch bei Buster war heute / gut und die Schauspielerinnen / gefielen mir wieder / Abends Kino mit ~Bety~ Davis / ganz hübsch
Buster: Morton D. May.
sein Portrait abnahm: May holte das „Bildnis Morton D. May“, MB-G 785, in Max Beckmanns Atelier ab, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda.
Penn u. Palette: Galerie in Clayton, einer westlich von St. Louis gelegenen Gemeinde in Missouri, heute Stadtteil. Die Galerie vertrieb auch Künstlerbedarf wie Rahmen.
Quest oder so mit Weib: Charles F. Quest mit seiner Frau Dorothy.
Schauspielerinnen gefielen mir wieder: Morton D. May war seit dem Vorjahr Besitzer des Gemälde „Zwei Schauspielerinnen bei der Garderobe“, MB-G 728, das Max Beckmann bei seinem Besuch dort sah.
Kino mit Bety Davis: Film: „June Bride“, 1948, Regie Bretaigne Windust. Der Film lief im Apollo Theater, vgl. St. Louis Post-Dispatch, 15.04.1949. Bette Davis spielte darin die Rolle der Linda Gilman.