6. Jun 19496. Juni 1949

St. Louis / <Einkäufe>! / Slippcover für Möbel / u. Costüm für Q ein- / gekauft beim berühmten / Baermay. Anstrengend / (schiebetreppen / 1000 Menschen). geluncht also / there – / Nachm. so hingeleppert / Q war im Atelier wegen / Minnabild schicken. Schrieb / an Mr. Baumanpery – / Abends schlechtes Kino / und zuviel Englisch scin and / bone gelesen

beim berühmten Baermay: Ein Wortspiel des Kaufhausnamens „Famous Barr“ und en famous, berühmt. Famous Barr gehörte Morton D. Mays Firma.
Slippcover: en slipcover, Schutzbezüge für Möbel.
Minnabild schicken: Max Beckmann schickte Minna Beckmann-Tube sein Gemälde „Kleine Monte Carlo Felsenstadtbild“, MB-G 769, vgl. Briefe an Minna Beckmann-Tube vom 30.05.1949 und 25.06.1949.
Baumanpery: Nicht ermittelt, kein Brief Max Beckmanns von diesem Tag ermittelt. Der Brief stand vermutl. im Zusammenhang mit Perry T. Rathbone, den Beckmann meist „Pery“ nannte.
schlechtes Kino: Film nicht ermittelt. Im Apollo Theater, Max Beckmanns Stammkino, liefen folgende zwei Filme: „Kiss the Blood off my Hands“, 1948, Regie Norman Foster und Robert Siodmak und „Flaxy Martin“, 1949, Regie Richard L. Bare, vgl. St. Louis Post-Dispatch, 06.06.1949.
scin and bone gelesen: Lektüre von Thorne Smiths „Skin and Bones“. In Max Beckmanns Bibliothek ist kein Exemplar des Buches erhalten.

  • MB-G 769

Max Beckmann Briefe. Herausgegeben von Klaus Gallwitz, Uwe M. Schneede und Stephan von Wiese unter Mitarbeit von Barbara Golz. Band III: 1937–1950. Bearbeitet von Klaus Gallwitz unter Mitarbeit von Ursula Harter. München/Zürich 1996, Nr. 929, 934;

Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1949, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1949/2325