St. Louis / etwas Augenweh / zu viel englisch / May rief an lunchten mit / ihm bei ihm, hat tatsächlich / etwas Talent neue Bildchen / garnicht schlecht. War wieder / sehr begeistert diesmal / vom Pulitzerlulu u. Chicago / stilleben. – Nachm. / Haareschneiden und Erinnerungen / first time St. Louis im / Chase ect. ging noch / durch den Park bis Union – / Waly rief bedript a Dine an / kann nicht helfen. Stan scheint / auch verschnupft – no Partie / ist mir sehr recht. –
May ... Bildchen: Morton D. May, der ungefähr in diesem Jahr angefangen hatte, selbst zu malen, nahm bei Max Beckmann regelmäßig privaten Malunterricht und zeigte ihm einige seiner Werke. May erinnerte sich später: „With Beckmann’s encourangement I began painting myself, and (…) he became so interested in my work that he volunteered to come to my studio once a week to criticize my paintings.” (Mit Beckmanns Ermutigung begann ich selbst zu malen, und [...] er interessierte sich so sehr für meine Arbeit, dass er sich bereit erklärte, einmal pro Woche in mein Atelier zu kommen, um meine Bilder zu kritisieren.) Zitiert nach Lynette Roth: Max Beckmann at the Saint Louis Art Museum. The Paintings. London/München/New York 2015, S. 19.
Pulitzerlulu: „Bildnis Louise Pulitzer“, MB-G 781.
Chicagostilleben: „Souvenir of Chicago“, MB-G 759. Dieses Bild gehörte Joseph Pulitzer von 1948 bis 1955, vermutl. hatte May es also bei diesem gesehen.
first time St. Louis im Chase: en das erste Mal. Max Beckmann erinnerte sich angesichts der bevorstehenden Abreise an seinen ersten Aufenthalt in St. Louis, bei dem er mit Mathilde Q. Beckmann ab 17.09.1947 im Chase Park Plaza Hotel wohnte.
durch den Park bis Union: Durch Forest Park, vermutl. bis Union Station in Downtown St. Louis.
Waly bedript a Dine: Walter Barker rief an, Kontext nicht ermittelt.
Stan … no Partie: Stanley Radulovic war vermutl. enttäuscht, dass Beckmann keine Abschiedsparty mit den Student:innen wollte.