Hudson pakerei St. Louis / Ja, das kann man wohl sagen / (zu obiger Überschrift) 4 Stunden / gewartet. Und dann regnete es / die übliche fast französische Bummelei. / Da zu die dicke Negermaryline / Butschys geschrei und der Masterpacker / ein armes symphatisches vertrokendes / Männchen, dem ich einen Whisky ein- / flößen ließ. – Aber es wird. / Pery brachte uns zu Buster – / wo ich meine „Fischerinnen“ in full / glanz wiedersah. Buster ist so be- / geistert, daß er es als das Schönste / Bild, was je gemalt ist betrachtet. / (Ich find’s ja auch) – Na u. Pery war / auch kräftig. Auch Busterportrait im alten / italienischen Rahmen wunderbar / Schweiz schrieb <„Bewunderung> für Beckmann / in Züricher Ausstellung „Beckmann Ehrenplatz / und 100 fr. für Aufsatz im Werk. / Erstaunlich. – – Nachm. im Atelier / geschlafen (keine Streichhölzer) noch / entfernte Gewitter [li. Rand, 90 Grad gedreht:] Conway u. Stanley riefen an. Also falscher Allarm.
Hudsonpakerei ... Masterpacker: Die Packer für den Umzug nach New York verspäteten sich, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „Erwartete die Packer um ½ 8, stand um ½ 7 auf, es kam aber erst um 12h Einer!“ Hudson war vermutl. der Name der Umzugsfirma.
N*maryline: Das N-Wort ist eine kolonial-rassistische Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen, die im damaligen Sprachgebrauch üblich war. Hier ist vermutl. eine Haushaltshilfe mit Vornamen Maryline gemeint, Person nicht ermittelt, vgl. Eintrag vom 03.04.1949.
Butschys: Butchy.
Pery brachte uns zu Buster: Perry T. Rathbone fuhr mit Mathilde Q. Beckmann und Max Beckmann zu Morton „Buster“ May nach Hause, wo Max Beckmann seine Werke wiedersah.
Busterportrait: „Bildnis Morton D. May“, MB-G 785.
Schweiz schrieb: Brief nicht ermittelt.
Züricher Ausstellung: Das Kunsthaus Zürich zeigte 30.04. bis 29.05.1949 die Ausstellung „Kunst in Deutschland“ mit zwei Gemälden und dem Triptychon „Perseus“, MB-G 570, von Max Beckmann.
Aufsatz im Werk: Werk. Schweizer Monatsschrift für Architektur, Kunst und künstlerisches Gewerbe, März 1949, Bd. 39, 1949, Heft 3, S. 92–95. Dort war Max Beckmanns Rede „Über meine Malerei“ abgedruckt. Ein Aufsatz über Beckmann in der Zeitschrift wurde in diesem Zeitraum nicht ermittelt.
Atelier: Max Beckmanns Atelier in Bixby Hall.
Conway u. Stanley: Fred Conway und Stanley Radulovic.