13. Okt 194913. Oktober 1949

°St. Louis° / N. York / T’ja also man hat / ihn / <First prize of the Carnegie> / 1500 $ / Brief v. H. S. Gaudens mit allen / Chikanen. Ich hätte es nicht ge- / glaubt, daß so etwas noch möglich / ist in dieser Drecksconcurenzwelt / na – – – naja – – – / Gleichzeitig Ärger mit Pec wegen / längerer Schularbeit weiß noch nicht / was ich tuen werde / Netter Besuch im Pennsylveinstation / mit Q. kauften Choco u. gingen fast / zu Fuß nach Haus in hell grünge[?]dunkeln / New York. / Morgen früh ½ 11 Uhr Timmanzine / interview. Schrieb an Homer / sahen n. Court. 500 $ v. Minneapolis

First prize of the Carnegie: Max Beckmann erhielt den First Prize des Carnegie Institutes für sein Gemälde „Fischerinnen", MB-G 777.
Brief v. H. S. Gaudens: Brief von Homer Saint-Gaudens vom 12.10.1949, erhalten im Max Beckmann Archiv.
First prize of the Carnegie: Max Beckmann erhielt den First Prize des Carnegie Institute für sein Gemälde „Fischerinnen“, MB-G 777, das sich im Besitz von Morton D. May befand.
Brief v. H. S. Gaudens: Brief von Homer Saint-Gaudens vom 12.10.1949. In dem Brief kündigte Saint-Gaudens an, von Zeit zu Zeit Zeitungsausschnitte zu schicken, die sich Beckmann als Preisträger widmen. Den Brief hat Mathilde Q. Beckmann zusammen mit etlichen Zeitungsartikeln eingeklebt in Album mit Zeitungsausschnitten über Max Beckmann, 1938–1950, Max Beckmann Archiv.
Ärger mit Pec wegen längerer Schularbeit: Augustus Peck verlangte nun doch von Max Beckmann, dass er länger pro Woche unterrichten sollte, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „In d. Schule sprachen wir Peck (…) ausserdem eröffnete er Max dass er 2 ½ Stunden 2 × wöchentlich da sein sollte und nicht nur 1 Stunde (…)!“ – Schließlich entschied sich die Schule doch, Max Beckmanns Wunsch zu entsprechen, vgl. Eintrag vom 17.10.1949.
Pennsylveinstation: Pennsylvania Station.
Q.: Mathilde Q. Beckmann.
Timmanzine interview: Interview mit dem Time Magazine, vermutl. anlässlich der Verleihung des Carnegie Preises, nicht ermittelt. Am 14.10.1949 erschien in der New York Times ein Artikel von Howard Devree über Beckmann und den Carnegie Preis. Da das Interview erst an jenem Tag stattfand, kann es nicht am selben Tag in der Zeitung abgedruckt worden sein. Vgl. Howard Devree: Art by Beckmann Wins at Carnegie. In: New York Times, 14.10.1949.
Schrieb an Homer: Brief an Homer Saint-Gaudens vom 13.[?]10.1949.
Court 500 $ v. Minneapolis: Max Beckmann erhielt die erste Rate von seinen Anteil am Verkauf des Gemäldes „Die Schlittschuhläufer“, MB-G 358, an Putnam D. McMillan, Minneapolis, vgl. Eintrag vom 06.10.1949. Insgesamt betrug sein Anteil mit 1000 $ die Hälfte des Verkaufspreises, vgl. Rubrik „Preisentwicklung“ unter: https://beckmann-gemaelde.org/358-die-schlittschuhlaeufer.

  • MB-G 777

Max Beckmann Briefe. Herausgegeben von Klaus Gallwitz, Uwe M. Schneede und Stephan von Wiese unter Mitarbeit von Barbara Golz. Band III: 1937–1950. Bearbeitet von Klaus Gallwitz unter Mitarbeit von Ursula Harter. München/Zürich 1996, Nr. 953;Mathilde Q. Beckmann Agenda, 13.10.1949. Agenden 1941–1950 (1942 nur als Transkription), Privatbesitz;

Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1949, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1949/2459