T’ja verschiedene Rosinen. / Eine sehr komische. Bin zum / <Ehrendokter> d. <Washington> / <University in St. Louis> er- / nannt worden. – Wir haben sehr / gelacht. – Dann ist das / neue Piperbeckmannbuch nun / wirklich in meinen Händen und / ist, bis auf Überfülle alter Franke / bilder recht gut. Aber es müssen / noch bessere kommen. – Na immerhin. / Auch die D. sache hat sich etwas erleichtert / Q. telef. heute. – Sonst noch eine / sehr langweilige kl. Partie bei / Court mit komisch muffigem älteren / Malerherrn u. Direkt. v. St. Barbara – – – / Court schlief beinahe ein –
Ehrendokter: Max Beckmann bekam von der Washington University in St. Louis den Honorary Degree verliehen, die Feierlichkeiten des Commencements fanden im Sommer des Folgejahres statt, vgl. Eintrag vom 06.06.1950. Arthur H. Compton hatte die Nachricht per Brief überbracht, nicht ermittelt. Vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda: „Mr. Compton hat persönlich geschrieben, (also haben sie sich doch geschämt).“
Piperbeckmannbuch: Benno Reifenberg und Wilhelm Hausenstein: Max Beckmann. Verlag R. Piper & Co. München 1949. Das Buch war nun auch bei Max Beckmann per Post eingetroffen.
Überfülle alter Frankebilder: Max Beckmann fand, das Buch enthielte zu viele ältere Werke aus dem Besitz von Günther Franke und dafür zu wenige seiner aktuellen Bilder seit er in den USA lebte.
D. sache: Mathilde Q. Beckmanns Schwester Doris MacFergus Cooper war an Krebs erkrankt, ihr Zustand hatte sich vorübergehend etwas gebessert.
Q.: Mathilde Q. Beckmann.
kl. Partie bei Court: Kleine Party bei Curt Valentin.
älteren Malerherrn: Person nicht ermittelt.
Direkt. v. St. Barbara: Donald J. Bear war von 1940 bis 1952 Direktor des Santa Barbara Museum of Art.