Trotzdem müde muß doch noch / berichten, daß das Valenti<ner> Portrait / gut von Statten gegangen ist / und ich’s nun Gott sei Dank hinter / mir habe. – Wir lunchten dann / noch mit William in anderm Plaza / (Omelette m. Hühnerleber) auf d. Taxirückfahrt / op Straat „Court“ Geschrei. Begrüßung / – Weiterfahrt – Nachm. Schlaf / dann Jane u. sehr gutes Hühner / ragout of Q. erfuhr dann – / – d. Willi räuber[?]märchen gek. / hat u. war traurig – / Nun ist’s mir schon wieder egal / Ganzen Tag ganz guter Laune / wegen jesterday evenig. Soll sich / mal wieder was er~ei~gnen
Valentiner Portrait: Max Beckmann zeichnete William R. Valentiner, „Bildnis W. R. Valentiner“, 1950, Kreide auf blauem Papier, North Carolina Museum of Art, MB-Z 000. Valentiner hatte bereits im Sommer in Carmel den Wunsch geäußert, von Max Beckmann portraitiert zu werden, vgl. Eintrag vom 03.07.1950.
anderen Plaza: Restaurant im Savoy-Plaza Hotel, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda.
op Straat:nl op straat, auf der Straße.
„Court“: Curt Valentin.
Jane: Jane Sabersky.
Q.: Mathilde Q. Beckmann.
Willi: Vermutl. William R. Valentiner
räuber[?]märchen gek.: Nicht ermittelt.
jesterday evenig: en yesterday evening, gestern Abend. Beckmann war am Vortag in der Bar „Golden Slipper“ gewesen, vgl. Eintrag vom 04.11.1950.