2. Jan 19502. Januar 1950

N. Y. / Q. fuhr nach Zeduket und / kam mir recht guten Nachrichten / zurück. – Vieleicht doch nur blinder / Alarm – na wollen’s hoffen / M. Friedmann rief an – / Buster in Ausicht?! – / u. Vasarcollege – / 2. Feiertag vorbei ich den / <<ganzen Tag glaube 10–11>> / <<Stunden noch an Plaza>> / (sehr gut jetzt) und stürzender M. / (unentschieden) war aber doch / schön, außer daß ich Butshy / spazieren führte, nicht’s von / der Welt gesehen / Gott sei Dank.

N. Y.: New York.
Q. ... Zeduket ... blinder Alarm: Mathilde Q. Beckmann fuhr zu ihrer an Krebs erkrankten Schwester Doris MacFergus Cooper nach Setauket auf Long Island, New York. Die Diagnose war zu diesem Zeitpunkt offenbar noch günstig, sie starb jedoch am 23.07.1950 an der Krankheit.
M. Friedmann ... Buster in Ausicht?!: Maurice Freedman war Morton „Buster“ Mays Schwager und hatte Max Beckmann am Telefon von dessen bevorstehenden Besuch in New York berichtet, vgl. Eintrag vom 09.01.1950.
Vasarcollege: Das Vassar College in Poughkeepsie hatte Max Beckmann zu einem Künstlergespräch eingeladen, vgl. Eintrag vom 22.02.1950.
Plaza: „Plaza (Hotel-Lobby)“, MB-G 807.
stürzender Mann: „Abstürzender“, MB-G 809.
Butshy: Butchy.

  • MB-G 807
  • MB-G 809

Besitzer: Max Beckmann, Tagebuch 1950, New York, Columbia University, Rare Book and Manuscript Library
Zitierhinweis: Max Beckmann Tagebücher, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Permalink: https://www.beckmann-tagebuecher.de/1950/4243