[°Friday, June 9, 1950°] °St. Louis Tag der Abfahrt Donnert. 8. Juni / 1950 / muß umgekehrt gelesen werden. No I. / Q. mußte wegen Teppichinterview / noch in’s Museum rasen. – Ich blieb at home / und unterhielt mich mit dem Kinder- / mädchen, indessen Frau Marje mit den / Kindern vor d. Museum wartete. Lunch / mit Steak u. Mar~i~y etwas zu fett. / Dann endlich los gegen 3 Uhr mit / sentiment schrecklich Embriozwillinge – / „höchste Zeit. / Mister May wurde noch aus dem / Geschäft geholt und endlich, / endlich landeten wir in unsere / Bedroom nach gerührtem Abschied / (und was sich erst später herausstellte / mit Verlust eines Koffers.) / Puh – Gott – sei Dank / das war erledigt als / der Riesenzug sich langsam in Bewegung setzte –
[Fortsetzung: Eintrag unter dem 08.06.1950]
Teppichinterview ... in’s Museum: Mathilde Q. Beckmann hatte den Teppich in den Jahren 1926/27 nach einer nicht ermittelten Vorlage Max Beckmanns in Kreuzstichtechnik angefertigt und ihn dem City Art Museum, heute Saint Louis Art Museum, laut Inventarverzeichnis bereits im April 1950 vermacht, Inv. Nr. 68:50.
Margi: Margie May wartete mit Mays Söhnen aus dessen erster Ehe, David Albert und Philipp Franklin May.
Mar~i~y: Margie May. Die Beckmanns aßen bei den Mays zuhause, vgl. Mathilde Q. Beckmann Agenda.
Embriozwillinge: Nicht ermittelt. Margie und Morton D. May hatten nur einen gemeinsamen Sohn, John.
Mister May: Morton D. May.
Bedroom: en Schlafzimmer, hier: Schlafwagenabteil.