Über das Projekt

Die 17 erhaltenen Tagebücher Max Beckmanns aus den Jahren 1903/04, 1908/09, 1912/13 und 1940-1950 waren bislang unzureichend ediert. Zehn Hefte vermachte Mathilde Q. Beckmann an die Rare Book and Manuscript Library der Columbia University New York. Sieben Tagebuchhefte sind als Teil der Max Beckmann Nachlässe seit 2016 Eigentum des Max Beckmann Archivs an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Seit 2020 wurden am Max Beckmann Archiv auf Grundlage der digitalisierten Originalmanuskripte zeichengenaue Transkriptionen vorgenommen und auf Grundlage aktueller Beckmann-Forschungen und bisher unveröffentlichter Materialien ausführliche Kommentare erarbeitet und um Personen-, Orts- und Schlagwort- sowie Werkregister ergänzt.

Die Edition

Die Edition erlaubt durch erstmals identifizierte Personen neue Einblicke in die Netzwerke des Künstlers sowie Erkenntnisse über seine Arbeits- und Lebensumstände. Sie liefert neue Hinweise zu Provenienzen der Werke und Aspekten des Kunsthandels. Beckmann wird zudem als aufmerksamer Beobachter des politischen Geschehens greifbar. Durch die vollständige Abbildung sämtlicher Tagebuchseiten werden erstmals auch zahlreiche Zeichnungen und Skizzen zugänglich, mit denen Beckmann seine Einträge bisweilen ergänzte.

Kurzbiographie

Über Max Beckmann

1884

Max Beckmann wird am 12. Februar in Leipzig als jüngstes von drei Kindern in Leipzig geboren.

1895

Umzug der Familie nach Braunschweig und Tod des Vaters.

1900-1904

Studium der Malerei an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar. September 1903 bis Frühjahr 1904 lebt Beckmann in Paris und studiert an der Académie Colarossi. Der Maler richtet sich im Herbst 1904 ein Atelier in Berlin-Schöneberg ein.

1906

Ehrenpreis des Deutschen Künstlerbundes in Weimar für Junge Männer am Meer. Tod der Mutter im August. Im September Heirat mit Minna Tube. Stipendium für die Villa Romana in Florenz bis Frühjahr 1907.

1907

Erste größere Ausstellungsbeteiligung im Großherzoglichen Museum Weimar. Bezug eines von Minna entworfenen Atelierhauses in Berlin-Hermsdorf.

Über die Förderer


Über das Archiv

Das Max Beckmann Archiv in München widmet sich als Künstlerarchiv dem Leben und Schaffen Max Beckmanns (1884-1950), einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Das 1977 gegründete Archiv ist als zentrale Forschungseinrichtung und Dokumenten sowie Fotosammlung zum Künstler bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelt und wird von dem gemeinnützigen Verein Freunde des Max Beckmanns Archivs gefördert.

Die Archivbestände umfassen über 5.000 Briefe, darunter fast 500 Autografen Max Beckmanns, sowie 6.000 Fotografien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 1.400 Spezialpublikationen. Unpublizierte Materialien wie Vorträge oder wissenschaftliche Abschlussarbeiten ergänzen die stetig anwachsende Zahl an Zeitdokumenten, ebenso wie Filme und Tonträger. Zu den wichtigsten Zugängen gehört die 2016 erhaltene Schenkung der Familie Beckmann: die Nachlässe von Max Beckmann, seiner ersten Frau Minna Beckmann-Tube wie seiner zweiten Frau Mathilde Q. Beckmann, seinem Sohn Peter und dessen Frau Maja Beckmann. Weitere bedeutende Nachlässe von Freund:innen Beckmanns, Sammler:innen aber auch Wissenschaftler:innen ergänzen die stetig wachsenden Bestände des Archivs.

Als Forschungszentrum und Wissensspeicher ist das Max Beckmann Archiv zentrale Anlaufstelle für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Werk und Person des Künstlers. Neben einer fortwährenden Tiefenerschließung der Bestände unterstützt es durch die Bereitstellung von Materialien Ausstellungen und Publikationen und ermöglicht die Durchführung von Forschungsprojekten. Hierzu bietet das Archiv Möglichkeiten zur selbstständigen Recherche und berät oder begleitet wissenschaftliche Vorhaben. Die Bestände des Künstlerarchivs sind öffentlich zugänglich und können nach vorheriger Anmeldung von jedem Interessierten genutzt werden.

Freunde des Max Beckmann Archivs

Die „Freunde des Max Beckmann Archivs“ gehen zurück auf die 1953 gegründete „Max Beckmann Gesellschaft“. Der Verein unterstützt das Archiv und fördert den Ausbau des vorhandenen Bestandes; er stellt darüber hinaus Mittel bereit für Forschung, Publikationen und Restaurierungsprojekte. Die Mitglieder des Vereins genießen zahlreiche Vorteile. Neben der Einbindung in einen interdisziplinären und lebendigen Freundeskreis erhalten die Mitglieder zusätzlich kostenlosen Eintritt in die Pinakotheken und zu den Veranstaltungen des Vereins. Hierzu gehören Lesungen, Vorträge, Reisen und gemeinsame Ausstellungsbesuche.

Werden auch Sie Mitglied des Freundeskreises und unterstützen Sie die zahlreichen Aktivitäten des Max Beckmann Archivs zur weiteren Erforschung des Künstlers. Wir laden Sie hierzu herzlich ein!

Die Jahresmindestbeiträge für Mitglieder der „Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.“ sind folgende:

  • EUR 100 Euro für Einzelpersonen
  • EUR 150 Euro für eine Paarmitgliedschaft
  • EUR 25 Euro für Studenten
  • EUR 512 Euro für juristische Personen bzw. Personenvereinigungen

Für Jahresbeiträge und Spenden erhalten Sie eine steuerliche abzugsfähige Spendenquittung.

Um Mitglied der „Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.“ zu werden, drucken Sie bitte die Beitrittserklärung aus und schicken diese als Scan per Mail an info@max-beckmann-archive.org oder per Post an folgende Adresse:

Freunde des Max Beckmann Archivs e.V.
Richard-Wagner-Straße 1
80333 München

Vorsitzende

Mayen Beckmann

Vorstand

Prof. Dr. Wolfgang Augustyn
Mayen Beckmann
Anton Biebl
Martina Butenschön, RA
Dr. Oliver Kase
Jeanette Scholz
Dr. Christiane Zeiller
Dr. Ludwig von Zumbusch

Geschäftsstellenleitung

Dr. Marianne von Manstein
Eva Sittner, Dipl.-Kulturwirtin (in Elternzeit)


Highlights aus den Tagebüchern

Vorschau

21. Juni

„Zu neuen Qualen ruftein neuer Tag.“ HansschjeGepratje: Einfall ect.mit schönen Bauten-verzierungen undInternirungen. – Sonstam Morgen schlecht undmüde am Stillleben mitAussicht auf's Gebirge.1. Whisky in Don Juanes ist eine Freude zu leben
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